DIE BUTEYKO-METHODE

Eine Atemtechnik von Professor Konstantin Buteyko

(1923 in der Nähe von Kiew - 2003 Moskau)

Die Atemtechnik wurde in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts vom Arzt und Wissenschaftler Dr. Konstantin Buteyko entwickelt. Der Kern der Lehre basiert auf der Erkenntnis, dass Atemprobleme meistens durch Überatmung (Hyperventilation) entstehen was weitere gesundheitliche Probleme zur Folge hat.

Die Atemtechnik nach Buteyko ist eine äusserst wirksame Selbsthilfemethode, die den Atem reguliert und das natürliche Atemgleichgewicht wiederherstellt.
Sie versteht sich als Ergänzung zu schulmedizinischen Behandlungen.
Die Zusammenarbeit mit Ärzten ist erwünscht.

  • In Russland ist die Buteyko-Methode seit 1988 offiziell anerkannt.

  • In Grossbritannien hat die British Thoracic Society die Methode 2008 anerkannt. Die Leitlinien zur Asthma-Behandlung, herausgegeben vom Scottish Intercollegiate Guideline Network und der British Thoracic Society, führen die Buteyko-Methode als «wahrscheinlich wirksam» auf. Das ist die höchste Bewertung, die eine komplementäre Asthma-Therapie erhalten hat.

  • In Deutschland wurde die Methode von der Bundesärztekammer 2017 als "nützlich" anerkannt, weil sie "nachweislich Symptome und den Verbrauch von bronchienerweiternden Sprays reduziert".

 

Anwendungsgebiete

  • Chronische und akute Hyperventilation

  • Asthma

  • Mundatmung

  • Herz-Kreislaufprobleme

  • Bluthochdruck

  • Stressbedingte Atemprobleme, paradoxe Zwerchfellatmung

  • Chronischer hartnäckiger Husten

  • Bronchitis

  • Heuschnupfen, chron. Schnupfen, Sinusitis

  • Schnarchen

  • Apnoe

  • Panikattacken, Angstzustände

  • Stressbedingte Spannungszustände

  • Nach Operationen, schweren viralen oder bakteriellen Infekten, z.B. bei Long Covid, kann sich die Atmung so verändern, dass es wichtig ist, eine Atemtherapie wahrzunehmen

 

Risiken / Nebenwirkungen

Risiken

  • Bei gesunden Menschen sind keine Risiken bekannt.

  • Bei akuten Infektionskrankheiten (z.B. Grippe, Fieber, Erkältung) sollte nicht geübt werden.
    Liegen bestimmte Krankheitsbilder vor (Nieren-, Herzkrankheiten, Epilepsie, Diabetes, Bluthochdruck, akute psychische Krankheiten) wird die Intensität der Buteyko-Übungen angepasst.

  • Bevor Sie mit den Übungen beginnen, fragen Sie Ihren Arzt / Ihre Ärztin ob Einwände gegen die Übungen bestehen.

  • Die Dosierung Ihrer Medikamente dürfen Sie nur nach Absprache mit Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin ändern!


Nebenwirkungen

  • Kurzfristige Einbusse der sportlichen Leistungsfähigkeit.